GESCHICHTE

1960 bis 1970

1967 traf sich eine kleine Gruppe engagierter Menschen mit dem Ziel, die Situation von Menschen mit Behinderungen auch im Bundesland Kärnten zu verbessern. Die Gründungssitzung der Landesgruppe Kärnten unter dem Vorsitz von Ilse Drießler fand in Klagenfurt statt. In der nachfolgenden Wahl wurde der erste Landesvorstand nominiert:

Basisbilder - Händchen f. Liste Landesobfrau: Ilse Drießler
Basisbilder - Händchen f. Liste Landesobmann-Stellvertreter: NRAbg. Leopold Guggenberger
Basisbilder - Händchen f. Liste Landesobmann-Stellvertreter: Eduard Werhonig
Basisbilder - Händchen f. Liste Schriftführer: Hans Maier
Basisbilder - Händchen f. Liste Schriftführer-Stellvertreter: Hermine Aufegger
Basisbilder - Händchen f. Liste Kassier: Dir. Konstantin Truppe
Basisbilder - Händchen f. Liste Kassier-Stellvertreter: Anton Engelhart

 

In den darauffolgenden Jahren wurden Bezirksgruppen in Villach, Klagenfurt, Spittal und Feldkirchen gegründet. Die Jahre 1969 bis 1971 standen ganz im Zeichen des weiteren Aufbaus unserer Organisation.

Im Jahre 1968 erschien die erste Verbandszeitung unter dem Namen „Mitteilungsblatt“ welche später in „Integration“ umbenannt wurde.

Bei einer Auflage von 4.000 Exemplaren mit 4 Ausgaben pro Jahr werden auch heute noch die Mitglieder über Neuerungen, Berichte, Veranstaltungen sowie über Vergünstigungen informiert.

Ein Großteil der finanziellen Mittel wurde damals nur durch Haus- und Straßensammlungen hereingebracht. In Villach und Klagenfurt gab es bereits 1968 die ersten Beratungsstellen.

Bei der Landeskonferenz 1969 wurde Dr. Gustaf Radda zum neuen Landesobmann gewählt.

Frau Drießler erhielt für ihre Verdienste um den Aufbau der Landesgruppe das goldene Ehrenzeichen des ÖZIV überreicht.

 

1970 bis 1980

Im Jahre 1970 betrug der Mitgliederstand der Landesgruppe 752 ordentliche und 28 unterstützende Mitglieder. Bei der erstmalig durchgeführten Weihnachtsaktion wurden 629 Pakete an bedürftige Menschen mit Behinderungen versendet.

1971 konnte das neue Büro in Villach am Bahnhofplatz eröffnet werden. Ab diesem Zeitpunkt übernahm die Schriftführerin des Verbandes, Bilsak Hermine, die Aufgabe der Sekretärin. Zur selben Zeit wurde eine lose Arbeitsgemeinschaft aller mit den Behindertenproblemen in Lande Kärnten befassten Organisationen und Institutionen gebildet. Herr Dr. Kurt Dellisch stellte sich für Rechtsberatung kostenlos zur Verfügung.

1972 fand der 4. Verbandstag in Klagenfurt statt. Zahlreiche Delegierte aus ganz Österreich trafen sich im Konzerthaus.

Mit 1. Jänner 1976 trat die von ÖZIV angestrebte Novellierung des Invalideneinstellungsgesetzes in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt muss auch die öffentliche Hand Ausgleichstaxe bezahlen. Weiters ist ab jetzt eine Kündigung ohne vorherige Zustimmung durch den Kündigungsausschuss rechtsunwirksam. Ebenfalls gibt es seit diesem Jahr den Behindertenausweis im Sinne des §29b StVo.

1977 entstand die ÖNORM B 1600 – Planungsgrundlage baulicher Maßnahmen für Menschen mit Körperbehinderungen und alte Menschen.

Im Mai 1979 fand der Welttag der Invaliden im Konzerthaus in Klagenfurt statt. In seiner Ansprache erwähnte der neugewählte LO Anton Engelhart, dass die Rückerstattung der NOVA beim Ankauf eines PKW erreicht wurde.

Dr. Gustaf Radda wurde zum Ehrenobmann des ÖZIV gewählt.

Eine Änderung des Tabakmonopolgesetzes ermöglicht ab diesem Zeitpunkt auch begünstigten Invaliden Trafiken zu betreiben.

 

1980 bis 1990

Im November 1981 wurde der erste Behindertenbus in Klagenfurt übergeben.

Im Programm standen: ein Tag der offenen Tür in der Sozialtherapeutischen Werk- und Wohnstätte Liebenfels, in der Evangelischen Stiftung De la Tour Treffen, sowie der Lebenshilfe Kärnten Ledenitzen. Die Landesgruppe Kärnten veranstaltete ein Treffen für Menschen mit Behinderungen in Oberkärnten. Das Treffen für Menschen mit Behinderungen in Unterkärnten stand in Verbindung mit dem 10jährigen Bestandsjubiläum der Bezirksgruppe St. Veit. Im Mai 1981 fand in Zusammenarbeit vom ÖZIV und dem KOBV der 100. Amtstag durch das Landesinvalidenamt für Kärnten, verbunden mit einer Ausstellung der Behindertenverbände, statt.

Über Initiative des Landesinvalidenamtes für Kärnten wurde im Oktober 1980 der Gesellschaftsvertrag über die Errichtung einer geschützten Werkstätte Kärnten unterfertigt. Als Gesellschafter sind im Handelsregister eingetragen:

Basisbilder - Händchen f. Liste Österreichischer Zivil-Invalidenverband Landesgruppe Kärnten
Basisbilder - Händchen f. Liste Berufsförderungsinstitut
Basisbilder - Händchen f. Liste Österreichischer Blindenverband Landesgruppe Kärnten
Basisbilder - Händchen f. Liste Kammer der gewerblichen Wirtschaft für Kärnten (WIFI)
 

Als Aufsichtsratsmitglied vertrat Landesobmann Anton Engelhart den Österreichischen Zivil-Invalidenverband.

Unter großer Beteiligung der Prominenz eröffnete Bundespräsident Rudolf  Kirchschläger 1982 die Geschützte Werkstätte Klagenfurt.

Der Bundesminister für Soziales Alfred Dallinger konnte im November 1983 die Geschützte Werkstätte Villach Mittewald und im September 1984 die Geschützte Werkstätte Wolfsberg ihrer Bestimmung übergeben. Die vier „Betriebe der Geschützten Werkstätte Ges.m.b.H.“ bieten Beschäftigung für rund 150 Behinderte.

Im November 1981 wurde der erste Bus für Menschen mit Behinderungen  in Klagenfurt übergeben. An diesem Festakt nahmen Landeshauptmann Leopold Wagner, Soz. Referent Rudolf Gallob, BM Hofrat Leopold Guggenberger, Vertreter des Klagenfurter Stadtsenats und des Roten Kreuzes, sowie der Leiter des Landesinvalidenamtes teil. Dieser Bus stand allen Menschen mit Behinderungen in Kärnten zur Verfügung.

Im Feber 1982 zeichnete Bundespräsident Rudolf Kirchschläger Landesobmann Anton Engelhart mit dem goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich aus.

Im Oktober 1982 ging die verdienstvolle Mitarbeiterin Hermine Pilsak in den Ruhestand. Luise Hanser übernahm nun die Funktion der Landessekretärin. 1984 wurde das Team mit Christine Hernler als Bürokraft erweitert.

Der XXV. Welttag der Invaliden wurde 1984 in Wien unter dem Motto „Für Friede und soziale Sicherheit“ gefeiert. Auch eine starke Delegation der Landesgruppe Kärnten war anwesend.

Im Landesgruppenbüro können ab Oktober 1984 verbilligte Fahrkarten der Österreichischen Bundesbahnen bezogen werden. Diese Bahnkontokarten stehen allen Mitgliedern des ÖZIV Kärnten zur Verfügung.

Im Juni 1985 wurde der Spittaler Bus für Menschen mit Behinderungen  seiner Bestimmung übergeben. Obm. Vzbg. Rieder dankte den Firmen, Banken sowie dem Lions Club für die Mitfinanzierung des Busses.

Bei der Seniorenmesse 1985 in Klagenfurt konnte der ÖZIV aufgrund einer Einladung des Rotes Kreuzes die beiden Busse für Menschen mit Behinderungen den Messebesuchern vorstellen und über Verbandsarbeiten informieren.

Auch der Bezirksgruppe Villach ist es nach langen und intensiven Bemühungen gelungen, für die Menschen mit Behinderungen in Villach einen Bus zur Verfügung zu stellen. Vor allem die Stadt Villach, die Bauerngman, Lions Club, Kiwanis Club und der Aktion Licht ins Dunkel ist es zu danken, dass der Bus finanziert werden konnte. Die Fahrtendienste führt das Rote Kreuz durch.

Gleichzeitig mit dem 20jährigen Bestandsjubiläum wurde auch die Landeskonferenz abgehalten. Auch der Präsident der Bundeszentrale, Gen. Anw. Dr. Karl Marschall war anwesend. In seiner Festansprache verwies Landesobmann Anton Engelhart auf die hervorragenden Leistungen von Mitarbeitern der ÖZIV Landesgruppe Kärnten. Rund 450 Mitglieder und Delegierte waren bei dieser Veranstaltung anwesend.

Ab Oktober 1986 besteht für unsere Mitglieder die Möglichkeit, das Warmbad Villach zu ermäßigten Eintrittspreisen zu benützen. Nach Rücksprache mit Kommerzialrat Dr. Lukeschitz Eleonore gelang es der Bezirksgruppe Villach, dass alle Mitglieder des ÖZIV mit einer MdE von mehr als 50% Dienstag und Freitag freien Eintritt haben.

Durch eine Statutenänderung des ÖZIV können auch Selbsthilfeorganisationen als eigenständige Sektionen sich dem Verband anschließen. Die Gruppen wie Schlaganfall, Muskel, Multiple Sklerose, Hautnah, Alzheimer und Polio-Querschnitt gehören bereits dem Verband an.

1988 wurde die Mautordnung dahingehend verändert, dass schwerst gehbehinderte Autofahrer sowie die Besitzer von Fahrzeugen für Menschen mit Behinderungen eine Jahresmautkarte zum Preis von 100,- Schilling beziehen können.

Das Jugendreferat der Landesgruppe Kärnten mit Andris Wieser bemühte sich sehr um die Bedürfnisse der Jugend. Jugendliche waren bei Faschingsveranstaltungen, Ausflügen, Geburtstagsfeiern und bei Besuchen von Freizeitmessen dabei.

Anlässlich der Landeskonferenz im Oktober 1988 wurde Erika Guggenberger zur neuen Obfrau der Landesgruppe Kärnten gewählt. Vor allem ihren  Bemühungen ist es zu verdanken, dass erweiterte Büroräume angeschafft wurden.

Im Oktober 1989 konnte beim Amt der Kärntner Landesregierung die „Arbeitsgruppe für Integration für Menschen mit Behinderungen im öffentlichen Dienst“ ins Leben gerufen werden. Seit damals erfolgen unter Vorsitz des ÖZIV regelmäßig Arbeitsgespräche mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft, des öffentlichen Lebens, des Schul- und Bildungswesens, der Gewerkschaften sowie Funktionären von Selbsthilfegruppen und Behindertenverbänden. In diesem Gremium wird über Zielsetzungen offen und frei diskutiert und es werden Vorschläge und Resolutionen erarbeitet.

 

1990 bis 2000

1990 wurde als Verstärkung des Teams Nadja Tilli als Bürokraft eingestellt.

Bei der in Moosburg abgehaltenen Landeskonferenz 1991 wurde Frau Rosina Golob einstimmig zur neuen Landesobfrau gewählt. Im gleichen Jahr demonstrierten mehr als 1500 Behinderte aus allen Bundesländern vor dem Finanzministerium in Wien, mit der Forderung nach einen einheitlichen Bundespflegegesetz. Vor allem der Intervention des ÖZIV ist es zu verdanken, dass es seit Jänner 1992 die gesetzliche Regelung des Pflegegeldes in fünf Stufen gibt.

Nach nur einem Jahr Amtszeit stellte LO Rosina Golob ihre Funktion zur Verfügung. Prof. Wilhelm Stoxreiter übernahm ab diesem Zeitpunkt die Vereinsgeschäfte. Vorbildlich funktionierte auch die Zusammenarbeit zwischen Kriegsopfer- und Behindertenverband, ÖZIV Kärtnen und Behindertensportverband.

Im Mai 1993 fand in der Stadthalle Villach der 1. Kärntner Landesbehindertentag statt.

Neben den zahlreichen Teilnehmern aus den Bundesländern und allen Teilen Kärntens konnte auch Präsident Dr. Klaus Voget, Landesrat Karin Achatz, HR Günther Kathol vom Landesinvalidenamt, LO A. Schicher vom KOBV, Dir. Paul Rösch vom Dachverband Selbsthilfe Kärnten sowie Beh. Anwalt Gerhard Hudelist begrüßt werden. Umrahmt von einem abwechslungsreichen Programm hatten die Teilnehmer Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und über Fahrzeuge für Menschen mit Behinderungen zu diskutieren.

Der Bundespräsident zeichnete im Jahre 1994 langjährige Mitarbeiter des ÖZIV für ihren Idealismus mit dem goldenen Verdienstzeichen um die Republik Österreich aus. Im Rahmen einer kleinen Feier überreichte HR Günther Kathol im Auftrag des Bundespräsidenten vom Bundessozialamt im Beisein von Labg. Dietmar Koncilia und Landesobmann Prof. Ing. Stoxreiter die Ehrenzeichen an: Renato Ofner, Gertrude Kandutsch, Helga Krappinger, Manfred Steinberger und Josefine Wildbahner.

Vorbildlich in Kärnten ist die Zusammenarbeit zwischen Kriegsopfer- und Behindertenverband, ÖZIV Kärnten und Behindertensportverband. Dokumentiert wird dies insbesondere durch die gemeinsame Benützung des ÖZIV Landesgruppenbüros.

An der Paracelsusmesse 1995 beteiligte sich auch der ÖZIV mit einer Ausstellungskoje. Das vom ÖZIV Vorarlberg entwickelte Rollodrom fand vor allem bei den jugendlichen Besuchern reges Interesse. Sozialreferentin LR Karin Achatz war vom Hindernisweg begeistert. Aber auch die übrigen politischen Vertreter des Landes und der Städte hatten Gelegenheit, sich über rollstuhlgerechte Wege und Einrichtungen zu informieren.

Im Jänner 1995 wurde im Parlament endlich die Einklagbarkeit des Pflegegeldes für die Stufen drei bis sieben beschlossen.

Über 47.000 Menschen in Österreich haben mit ihrer Unterschrift die vom Forum für Menschen mit Behinderungen verfasste Resolution für ein Gleichstellungsgesetz unterstützt. Die Unterschriften wurden am 20. April 1995 dem Parlamentspräsidenten übergeben.

Der ÖZIV Kärnten wuchs in den letzten 50 Jahren zur größten Behindertenorganisation des Landes heran.

Die Hauptaufgabe der Landesgruppe Kärnten liegt in der Mitgliederbetreuung und Beratung. Allein im Jahr 1996 haben mehr als 1.100 Personen diese Serviceleistung in Anspruch genommen. Die freiwilligen Mitarbeiter des ÖZIV Kärnten arbeiten jährlich ca. 45. 000 Stunden zum Wohle der Bürger mit Behinderungen unseres Landes. Um Menschen mit Behinderungen diesen Service auch vor Ort zu geben, werden in den Gemeinden Kärntens regelmäßig Sprechtage abgehalten, die sehr großen Zuspruch bei der Bevölkerung finden.

Besonders Weihnachtsfeiern und Veranstaltungen sonstiger Art bieten immer wieder gute Gelegenheiten, bei einflussreichen Politikern und hochgestellten Persönlichkeiten vorzusprechen.

Bundespräsident Dr. Thomas Klestil lud zum Weihnachtsempfang 1995 200 Behindertenvertreter aus ganz Österreich ein. In seiner Ansprache im Zeremoniensaal der Wiener Hofburg betonte er, dass man den Grad der Menschlichkeit einer Gesellschaft im Umgang im Menschen mit Behinderungen messen kann. Die Wiener Sängerknaben und Prof. Fritz Muliar sorgten für einen besinnlich-feierlichen Rahmen.

Bereits 1996 haben mehr als 1100 Personen unseren Beratungsservice in Anspruch genommen. Ab diesem Jahr finden jährlich Kärntner Behindertentreffen statt, die jedesmal von einer anderen Bezirksgruppe organisiert werden.

Der Sozialausschuss des Nationalrates beschloss 1999 eine umfangreiche Novellierung des Behinderteneinstellungsgesetztes.

2000 bis 2010

Der Obfrau des ÖZIV Spittal, Margarete Steiner, gelang es im Jahre 2000 nach langen Bemühungen, das Schloss Porcia für Menschen mit Behinderungen zugänglich zu machen.

Gemeinsam mit der Stadt Villach, dem Land Kärnten und der Bezirksgruppe Villach konnte das erste ÖZIV Mobil Behindertentaxi Österreichs im Jahre 2001 ins Leben gerufen werden. Beeinträchtigte Villacher hatten jetzt die Möglichkeit 24 Stunden flexibel unterwegs zu sein. Im selben Jahr stellte auch die Bezirksgruppe Klagenfurt ihren Behindertenbus der Öffentlichkeit vor. Anlässlich der 11. Landeskonferenz am 8. September 2001 wird Volkmar Sablatnig zum neuen Landesobmann gewählt.

Ab 1. Jänner 2002 bietet der ÖZIV auch mit dem Projekt Support österreichweit professionelle Beratungsleistungen für Menschen mit Behinderung an. In Kärnten wird eine neue Beratungsstelle eingerichtet. Drei neue Mitarbeiterinnen finden Arbeit beim ÖZIV. Gleichzeitig wird auch das neue Landesgruppenbüro in der Gerbergasse eröffnet. Ebenfalls bietet der ÖZIV jungen Menschen mit Behinderung die Möglichkeit, eine Bürolehre abzuschließen.

Am 28. November 2003 wurde anlässlich der Benefizgala „life together“ der erste Award für besondere Leistungen an das LKH Villach übergeben.

Anfang des Jahres 2004 übernimmt Gerhard Hofner die Geschäftsführung des ÖZIV Kärnten.

Endlich gibt es auch in Kärnten seit 2005 die Möglichkeit für Menschen mit Behinderung, am Arbeitsplatz, bei der Berufsausbildung oder im Studium persönliche Assistenz gefördert zu bekommen. Anlässlich der Landeskonferenz im Villacher Kongresscenter wurde Gerhard Hofner am 12.03.2005 zum neuen Landesobmann gewählt.

Mit 1. Jänner 2006 tritt das neue Behindertengleichstellungsgesetz in Kraft. Ziel dieses Bundesgesetzes ist es, die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen zu beseitigen oder zu verhindern. Nach mehr als 22 Jahren im Dienst des ÖZIV tritt Christine Hernler ihre wohlverdiente Pension an. Als Nachfolgerin wird Monika Katzjäger als Büroleiterin der Landesgruppe aufgenommen.

Ebenfalls wurde in diesem Jahr Mag. Herbert Haupt als Anwalt für Gleichbehandlungsfragen bestellt. Mit 10.07.2006 startete der ÖZIV die Ausbildung von 19 Teilnehmern zur/zum GleichstellungsberaterIn.

2007 – Europäisches Jahr der Chancengleichheit für alle.

Am 09. Jänner 2007 werden durch das neue Regierungsprogramm bedeutende Verbesserungen für Menschen mit Behinderungen in Angriff genommen. (24 Stunden Pflege, Legalisierung der ausländischen Arbeitskräfte…) Ebenfalls ist die Kärntner Mindestsicherung in diesem Jahr in Kraft getreten.

Personell wurde, nachdem Nadja Tilli aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden ist, Ingrid Zandi als neue Beraterin und Verantwortliche für die Zeitung „Integration“ aufgenommen.

Der ÖZIV Landesgruppe Kärnten feierte am 5. Oktober 2007 im Paracelsussaal sowie am Rathausplatz in Villach sein 40-jähriges Bestehen. Mit großer Beteiligung der Bevölkerung, Schulen und Besuch aus den Bundesländern war der Rathausplatz in Villach ein Ort der Begegnung. Der Glaskünstler  Mario Karner hat die Auszeichnung „ÖZIVERL“ geschaffen, eine Auszeichnung für Personen und Institutionen, die sich besonders um die Anliegen von Menschen mit Behinderungen und um den ÖZIV verdient gemacht haben. In diesem Jahr feierte ebenfalls der ÖZIV-Support 5 Jahre Coaching und Beratung.

In Klagenfurt haben 2007 die Stadtverkehrsbetriebe auf Rollstuhlfahrer Rücksicht genommen. Die Niederflurbusse sind nun barrierefrei mit Rollstuhl befahrbar.

Ab 2008 verstärkt Mag.a Christa El Kashef das Support Team in Kärnten und gewinnt mit ihrer freundlichen und sonnigen Ausstrahlung das Vertrauen ihrer Coaching-Klienten.

Inmitten von herrlichster Blumenpracht des Stadtgartenamtes Klagenfurt feierte im September 2008, mit zahlreichen Ehrengästen, Freunden und Besuchern, die Bezirksgruppe Klagenfurt mit ihrer Obfrau Edith Speiser ihr 40-jähriges Jubiläum.

Am 7. Dezember 2008  übernimmt Rudolf Kravanja als neuer Bezirksobmann in Villach die Führung.

2009 startet der ÖZIV  eine Bürgerinitiative und legt drei Petitionen vor, um weitreichende Verbesserungen für Menschen mit Behinderung zu erreichen (Anpassung des Pflegegeldes, Erhöhung der steuerlichen Freibeträge, Behindertengleichstellungsgesetz).

Der für besonderes soziales Engagement ausgeschriebene Preis „helfende Hände“ wurde von Stadtrat Christian Scheider an ÖZIV-Mitarbeiterinnen der Bezirksgruppe Klagenfurt überreicht. ÖZIV-Bezirksobfrau von Klagenfurt und Vizepräsidentin des ÖZIV Kärnten Edith Speiser und ihre engste Mitarbeiterin Stefanie Neisser wurden für ihren persönlichen Einsatz geehrt.

Am 7. Mai 2009 fand die Landeskonferenz und die gleichzeitige Wahl des Präsidenten und des Vorstandes  in Villach im Bambergsaal statt. Gerhard Hofner wird in seiner Funktion als Präsident der Landesgruppe Kärnten bestätigt. Die Landesgruppe hat inzwischen mehr als 4.000 Mitglieder.

Im Anschluss an das Delegiertentreffen fand unter dem Motto „Menschen – Begegnung – Kunst“ das Landestreffen des ÖZIV Kärnten statt. Die Teilnehmer erlebten einen Abend der besonderen Art inmitten von künstlerischen Schöpfungen und genossen in geselliger Atmospäre neue Begegnungen. Als Höhpunkt organisierte BO Rudolf Kravanja eine Vernissage und Kunstauktion zugunsten des ÖZIV. Für die Moderation konnte er Manfred Tisal (EU-Bauer Villacher Fasching) und Gernot Bartl (Altkanzler Villacher Fasching) gewinnen.

Das Team des Landesgruppenbüros in Villach hat in diesem Jahr Verstärkung bekommen. Für die Finanzen und Verwaltung ist Frau Mag.a Ursula Malle zuständig, Frau Maria Lendler stellt sich durch Sozialberatung in den Dienst für Menschen mit Behinderung und Herr Dieter Kobald wird Berater und EDV Experte.

Seit 2009 organisiert die Landesgruppe Kärnten monatliche Vorträge im Reha-Zentrum Thermenhof Warmbad in Villach. Mit Juni 2010 wurde dieser Service erweitert und der ÖZIV bietet im Thermenhof wöchentliche, kostenlose, individuelle Sozialberatungen für Patienten an.

2010 bis 2020

Frau Ingrid Zandi tritt mit 1. August 2010 den wohlverdienten Ruhestand an, ab sofort unterstützt Frau Claudia Koinig das Team der Landesgruppe.

Mit der vom BMASK neu erlassenen Einschätzungsverordnung per1.9.2010 erfolgt eine Anpassung der Bestimmungen über die Feststellung des Grades der Behinderung. Die Beurteilung erfolgt nun nach funktionsbezogenen Gesichtspunkten.

Ab September 2010 ist Frau MMag.a Dr. Vera Ratheiser Mitarbeiterin der ÖZIV Landesgruppe Kärnten und im Bereich der Sozialberatung tätig.

Am 1. Dezember 2010 öffnete  in Treffen am Ossiachersee Kärntens erstes komplett barrierefreies Schulungs- und Seminarzentrum mit angeschlossenem Hotel und Restaurant seine Pforten.

Auch in diesem Jahr lud der ÖZIV anlässlich des internationalen Tages der Menschen mit Behinderung wieder ins Landesgruppenbüro in Villach ein.

2011 übernahm Frau Michaela Zitterer als BO die Bezirksgruppe Villach.

Durch die Unterstützung der Abteilung Informatik der HTL Villach wird der ÖZIV Kärnten spätestens Ende Mai 2011 im Internet vertreten sein.

Rudolf Kravanja hat nach dem Rücktritt des Präsidenten Gerhard Hofner Ende 2011 als designierter Präsident den ÖZIV Kärnten übernommen und wurde am 23. März 2012 zum neuen geschäftsführenden Präsidenten des ÖZIV Kärnten gewählt.

2012 besuchte LH-Stv. Peter Kaiser den ÖZIV in Villach, um mehr über die Anliegen von Menschen mit Behinderungen zu erfahren.

Am 6. Juni 2012 startete der ÖZIV in Kooperation mit der Stadtgemeinde Hermagor und dem AMS Hermagor das Projekt „Lebenswerke“. Die neue ÖZIV Service- und Sozial-beratungstelle in Hermagor wird von Frau Mag.a Birgit Messner geleitet.

Damit unsere Mitglieder in Zukunft keinen Antrag und Termin auf diverse Unterstützungen vergessen, wurde 2012 für den ÖZIV Kärnten eine neue Termindatenbank eingeführt, die es ermöglicht, die Mitglieder rechtzeitig zu erinnern, wenn ein Neuantrag gestellt werden kann.

ÖZIV Support Kärnten besteht seit 10 Jahren. Mit einer Schifffahrt am Ossiacher See wurde dies gebührend gefeiert. Rund 100 Gäste folgten der Einladung.

Ab Oktober 2012 präsentiert sich die Kärntner Mitgliederzeitschrift unter dem neuen Namen „ÖZIV Grenzenlos“ und in neuem Gewand.

Der barrierefreie Tourismus war das Hauptthema des Gesprächs Anfang November 2012 zwischen EU-Abgeordneten Hubert Pirker und ÖZIV Präsidenten Rudolf Kravanja. Der EU-Abgeordnete und ÖZIV Kärnten möchten ab 2013 als Drehscheibe für den barrierefreien Tourismus fungieren und die nötigen Kooperationen in die Wege leiten.

(Februar 2013: Hermann Gaggl besuchte einen Lehrgang zum Berater für barrierefreies Bauen beim ÖZIV Kärnten.)

Seit Februar 2013 als Praktikantin und seit August 2013 als Lehrling zur Bürokauffrau verstärkt Christina Lerch nun das Team des ÖZIV.

Durch die Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister von Keutschach, dem Architektenteam und dem Kärntner Blindenverband ist es dem ÖZIV Kärnten  gelungen, alle Aussichtsplattformen des Aussichtsturms Pyramidenkogel für Menschen mit Behinderungen mit dem Panoramalift erreichbar zu machen.

2013 organisierte der ÖZIV Kärnten im Atrio in Villach eine Hilfsmittelbörse. Es konnten Hilfsmittel gekauft oder verkauft werden. Zusätzlich wurde ein Rollstuhlparcours aufgebaut, um für Barrierefreiheit zu sensibilisieren.

2014 – der Etappenplan zum Abbau von Barrieren durch das Land Kärnten startete mit der IST-Aufnahme.

Im Juni 2014 wurde eine neue ÖZIV-Mitgliedskarte herausgegeben, die auch Vorteile (Rabatte) beim Einkauf in diversen Geschäften bietet.

Dem Büro der ÖZIV Landesgruppe Kärnten wurde das Gütesiegel des Österreichischen Netzwerkes für Betriebliche Gesundheitsförderungen für die Jahre 2014-2016 verliehen.

ÖZIV Kärnten fordert einen Monitoring-Ausschuss, der überwacht, ob die Menschenrechte von Menschen mit Behinderungen in Österreich eingehalten werden.

Seit 2014 wird unser Verwaltungsteam von Peter Bulfon unterstützt, der über autArk bei uns beschäftigt ist.

Der Vorplatz des Büros in Villach wurde barrierefrei umgestaltet. Auch innerhalb der Räumlichkeiten wurden diverse Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit getroffen.

Seit 2014 findet jährlich im Oktober ein „Tag der offenen Tür“ statt, welcher von Mitgliedern und Interessenten gut angenommen wird.

Ebenfalls seit 2014 wird in Kooperation mit der Stadtgemeinde Hermagor der „Bachmann-Junior-Preis“ veranstaltet. Im Jahr 2015 wurde der Reinerlös in die Anschaffung von Sportgeräten für Menschen mit Behinderungen investiert.

Auf Initiative des ÖZIV Klagenfurt, allen voran Peter Schwagerle, findet seit 2015 regelmäßiges Rollstuhltanzen in Klagenfurt statt.

Das Villacher ÖZIV-Mitglied Horst Nuck lässt mit einer neuen Erfindung aufhorchen: Der Gehstockadapter „HaSi“ erspart lästiges Lagern oder Umfallen von Krücke und Gehstock.

2015: ÖZIV SUPPORT Kärnten eröffnet ein zusätzliches Büro in Klagenfurt.

SUPPORT-Coach Michael Kanduth verlässt mit 31.12.2015 das Projekt, SUPPORT-Leitung Claudia Griehsnig geht mit Januar 2016 in Karenz. Die Karenzvertretung übernimmt Christa El Kashef, die von ihren neuen Kolleginnen Andrea Zaunschirm, Daniela Ebner-Schußmann und Elisabeth Welser unterstützt wird.

Am 15.01.2016 findet eine Landeskonferenz mit Neuwahlen statt. Rudolf Kravanja wird als Präsident bestätigt, Edith Speiser und Werner Albel BA M.A. werden als Vizepräsidenten (wieder)gewählt.

Im Zuge der Landeskonferenz ändert der ÖZIV Kärnten auch seinen Namen – die nicht mehr zeitgemäße Langform „Österreichischer Zivil-Invalidenverband“ entfällt. Stattdessen nennt sich der Verein nun „ÖZIV-Landesverband Kärnten“. ÖZIV steht für österreichweite, zukunftsorientierte Interessenvertretung für Menschen mit Behinderungen.

Christina Lerch hat ihre Lehrzeit beim ÖZIV Kärnten im Februar 2016 erfolgreich abgeschlossen. An ihrer statt verstärken nun die Lehrlinge  Jaqueline Katholnig (seit Mai 2015) und Michelle Rapoldi (seit März 2016) das ÖZIV Team.

Seit April 2016 komplettiert Carmen Pachernig das Team der Sozialberatung.